Beteiligungsrechte des VDZI im Gemeinsamen Bundesausschuss

Der Gemeinsame Bundesausschuss bestimmt seit dem 30. Juni 2004 in Richtlinien die Befunde, für die Festzuschüsse nach § 55 des Sozialgestzbuches V (SGB V) gewährt werden und ordnet diesen prothetische Regelversorgungen zu (Gesetzliche Grundlage: § 56 Abs. 1 SGB V). Welche Beteiligungsrechte der VDZI hat, können Sie der Datei "Der Gemeinsame Bundesausschuss - Auftrag, Struktur und VDZI-Beteiligungsrechte" entnehmen.

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VDZI hat im Rahmen seiner Anhörungsrechte auf Fehler des Festzuschuss-Systems hingewiesen

Seit 2004 begleitet der VDZI mit seinen Stellungnahmen das Festzuschuss-System kritisch. Er hat sich im Rahmen seiner Anhörungsrechte im Gemeinsamen Bundesausschuss zum Beispiel gegen die aus seiner Sicht unsinnige Beschränkung bei festsitzendem Zahnersatz eingesetzt. Konkret hat der VDZI gegen die Ziffer A3 der Festzuschuss-Richtlinie interveniert, die die Versorgung der Patienten davon abhängig machte, ob im Gegenkiefer noch eigene Zähne oder ebenfalls festsitzender Zahnersatz vorhanden war.

Das Bundesministerium für Gesundheit folgte der VDZI-Kritik und nannte als Bedingung für die Genehmigung der Richtlinien die Erstellung eines neutralen Gutachtens durch das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Für die Erstellung des Gutachtens gab der VDZI gegenüber dem

IQWiG eine Stellungnahme ab. 2009 kam das Gutachten zu folgendem Ergebnis: Die Versorgung mit festsitzendem Zahnersatz ist wissenschaftlicher Sicht nicht daran zu knüpfen, dass der Gegenkiefer natürliche Zähne aufweist oder mit festsitzendem Zahnersatz versorgt ist.

Die Richtlinie wurde 2010 schließlich entsprechend geändert. Nach fünf Jahren wurde damit die fachliche Kritik, die der VDZI im Rahmen seiner Anhörungsrechte vorgebracht hatte, bestätigt.

Zur Pressemeldung des IQWiG von 2009

Zur Richtlinie des G-BA von 2010