Weiterführender Link zum § 73c SGB V

Einzelverträge beim Zahnersatz: VDZI-Position zum Paragraphen 73c des Sozialgesetzbuches V

Die Versuche einzelner gesetzlicher Krankenkassen mit rechtswidrigen Einzelverträgen mit zahntechnischen Laboren in die Vertragsbeziehung zwischen Zahnarzt und  Zahntechniker einzugreifen, zerstören die fachlichen und rechtlichen Verantwortungs- und Vertragsebenen in der Zahnersatzversorgung. Sie führen zu einem berufsrechtlich und berufsethisch fragwürdigen Verhalten des Zahnarztes und erhöhen die Anreize zur Korruption auf allen Seiten. Daher werden sie, mit welchem Paragraphen sie auch begründet werden, vom VDZI rechtlich bekämpft.

Die Forderung des Verbandes Deutscher Zahntechniker-Innungen lautet: Das Einfallstor des Paragraphen 73 c des Sozialgesetzbuches V, der für solche Selektivverträge missbraucht werden könnte, muss für die Zahnersatzversorgung zugemacht werden. Der Werkvertrag zwischen Zahnarzt und Zahntechniker ist die Markt- und Entscheidungsebene auf der Leistungen, Preise und Qualitäten sachgerecht im Wettbewerb vereinbart werden.

Gegenüber der Politik kämpft der VDZI gemeinsam mit dem Zentralverband des Deutschen Handwerks für eine Änderung des § 73 c SGB V. Mit dem Ziel, dass weder Zahnärzte noch Zahntechniker solche Verträge abschließen dürfen. Eine weitere Aushöhlung der qualitätsorientierten Vertragsbeziehungen zwischen Patient und Zahnarzt und Zahnarzt und Labor lehnt der VDZI strikt als leistungsfeindlich ab.

Für den VDZI gilt: Die Patienten von Flensburg bis Konstanz, von Frankfurt/Oder bis Aachen können darauf vertrauen, dass ihrem Zahnarzt ein Leistungsangebot aus jedem Meisterlabor bedarfsgerecht, zeitnah und qualitätsbewusst zur Verfügung steht. Eine solche Wettbewerbsstruktur stellt allein sicher, dass neues Wissen, neue Technologien und Materialien schnell und breitflächig auf jeden Patientenfall die richtige Anwendungsbreite finden. Auch der mit nahezu 50 Prozent hohe Versorgungsanteil an zeitkritischen Instandsetzungen und Erweiterungen bereits getragenen Zahnersatzes wird nur in den bestehenden wohnortnahen Strukturen in enger täglicher Zusammenarbeit von Zahnarzt und Labor gesichert.