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Bundesregierung: Kein akuter Handlungsbedarf nach GOZ-Novellierung

Prüfbericht zu den Auswirkungen der Novellierung liegt vor


Im Zuge der Neustrukturierung und -bewertung der Leistungen der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) im Jahr 2011, machte der Bundesrat seine Zustimmung zum GOZ-Entwurf der Bundesregierung davon abhängig, dass die Auswirkungen der Novellierung bis spätestens Mitte des Jahres 2015 überprüft werden müssen.

Dieser Bericht liegt nun vor. Es erfolgte ein Vergleich der Jahre 2011 mit den Berechnungen für das Jahr 2012, also dem ersten Jahr der Geltung der neuen GOZ.

Einen akuten Handlungsbedarf sieht die Bundesregierung derzeit nicht.

Der Bericht kommt unter anderem zu dem Ergebnis, dass die prognostizierte Kostensteigerung von 6 Prozent mit tatsächlichen 9,2 Prozent deutlich überschritten wurde. Dabei wird zudem ein mengenmäßiger Rückgang der Material- und Laborkosten, bei einer gleichzeitigen Nachfragesteigerung nach prophylaktischen Leistungen, hier insbesondere der professionellen Zahnreinigung, festgestellt.

Einige Aspekte im Kurzüberblick

Gebührensätze

Die neue GOZ, die bei verschiedenen zahnärztlichen Leistungen die Punktzahlen angehoben hat, war unter der Annahme kalkuliert, dass die in der Vergangenheit üblichen Überschreitungen des Schwellenwertes, d. h. des 2,3-fachen Gebührensatzes, zukünftig entfallen.

Es zeige sich zwar eine gewisse Absenkung, aber der kalkulierte durchschnittliche 2,3-fache Gebührensatz werde nicht erreicht.

So ist beispielsweise der durchschnittlich abgerechnete GOZ-Satz für die L-Nr. 2210 Vollkrone von 3,16 auf 2,89, die L-Nr. 5010 Brückenanker nur von 3,12 auf 2,88 gesunken.

Insgesamt habe sich jedoch der Anteil der schwellenwertüberschreitenden Leistungen von 2011 auf 2012 halbiert.

Prothetik

Der Anteil am Honorarvolumen der prothetischen Leistungen habe sich infolge des tendenziellen Mengenrückgangs insgesamt von 9,1 Prozent auf 8,1 Prozent verringert.

Material- und Laborkosten

Der Anteil der Material- und Laborkosten an den Gesamtkosten hat sich von 2011 auf 2012 von 41,2 auf 39 Prozent verringert.

Der Bericht weist dennoch an verschiedenen Stellen auf den „erheblichen“ Anteil der Material- und Laborkosten hin.

Fortführungsstudie zu einer umfangreicheren und komplexeren Datenanalyse

Die Bundesregierung macht im Bericht deutlich, dass einige Vergleichsrechnungen auf der Basis unvollständiger oder unsicheren Angaben und Schätzungen vorgenommen werden mussten. So etwa auch bei der Abgrenzung der Material- und Laborkosten zum Honorar. Wohl aus diesem Grund hält die Bundesregierung es für erforderlich, eine Fortführungsstudie mit einer umfangreicheren und komplexeren Datenanalyse vorzunehmen.

Das Bundesministerium für Gesundheit wird schon voraussichtlich im ersten Halbjahr 2016 die Ergebnisse einer beauftragten Studie vorlegen, die den Anpassungsbedarf bei der Datengrundlage systematisch aufarbeiten soll.

Diese Beobachtung gilt nach Auffassung der Bundesregierung für die durchschnittlich berechneten Gebührensätze sowie für die Mengenentwicklung der prophylaktischen, konservierenden und prothetischen Leistungen sowie für den Anteil der Material- und Laborkosten, und zwar auch hinsichtlich der Inanspruchnahme von Mehrkostenleistungen durch GKV-Versicherte.