Kaleidoskop 50 Jahre VDZI

2006 feierte der VDZI sein 50-jähriges Jubiläum. Zum 50. Verbandstag hat Zahntechnik TELESKOP auf die bewegte Geschichte des Verbandes zurückgeblickt.

Zum Kaleidoskop 50 Jahre VDZI

60 Jahre VDZI - Rückblick auf die Geschichte

Am 25. August wurde der Verband Deutscher Zahntechniker-Innungen (VDZI) in Hamburg gegründet: Der neue Bundesinnungsverband vereinte den Bundesverband der rein gewerblichen zahntechnischen Laboratorien und den Hauptinnungsverband in einer Gemeinschaft. Hier blicken wir in diesem Jahr anhand von besonderen Daten und Ereignissen auf die bewegte Geschichte des VDZI zurück.

22. April 1951 - Gründung des BgzL

"Bundesverbandes der rein gewerblichen zahntechnischen Laboratorien" (BgzL)


Nach der Kapitulation und im Chaos des Jahres 1945 waren auch die Berufsorganisationen untergegangen und mussten unter größten Schwierigkeiten neu entstehen – zuerst in unterschiedliche Lager gespalten. 1945 wurde unter anderen die Innung des Zahntechnikerhandwerks für Oberbayern, Schwaben und Neuburg durch Obermeister Dittenheber wieder aufgebaut. In der Britischen Besatzungszone entstand der westdeutsche Innungsverband (Hohmann-Verband), der als Hauptinnungsverband Gespräche mit den Zahnärzten aufnahm. Aufgrund unterschiedlicher Interessen scheiterte nach offiziellem Inkrafttreten am 1. Januar 1950 die „Nürnberger Vereinbarung" an der Uneinigkeit der Zahntechniker.

Daraufhin gründeten die Obermeister der amerikanischen und französischen Zone am 22. April 1951 in Stuttgart den „Bundesverband der rein gewerblich zahntechnischen Laboratorien" (BgzL), der auf Einzel-Mitgliedschaft beruhte, sich auf das gesamte Bundesgebiet ausdehnte und als Dittenheber-Verband bekannt wurde.

Am 16. und 17. Juni 1951 trafen sich in Ulm Zahntechnikermeister aus Westdeutschland, die eine einheitliche Meinung über den weiteren Auf- bzw. Ausbau des Bundesverbandes der rein gewerblich zahntechnischen Laboratorien erarbeiteten. Es wurde ein Organisationsausschuss gebildet, dem für die britische, die amerikanische und die französische Zone je zwei Zahntechnikermeister angehörten. Mit dem Vorsitz wurde bis zur endgültigen Wahl des Vorstandes Hans Dittenheber betraut. Als sein Stellvertreter wurde Zahntechnikermeister Fritz Böger, Hamburg, beauftragt.

Noch am gleichen Tage, am 17. Juni 1951, wurde zwischen dem Verband der Deutschen Zahnärztlichen Berufsvertretung (VDZB) und dem BgzL eine Vereinbarung abgeschlossen, die seitdem als die „Ulmer Vereinbarung" bekannt ist. Die Ulmer Vereinbarung wurde zur Grundlage für die künftigen Beziehungen zwischen der Zahnärzteschaft und dem Zahntechniker-Handwerk.
 

31. März bis 3. April 1976 - 1. Deutscher Zahntechniker-Kongress

1. Deutscher Zahntechniker-Kongress


Vom 31. März bis 3. April 1976 fand in Wiesbaden der 1. Deutsche Zahntechniker-Kongress mit erster Fachausstellung für zahntechnische Labore statt. Kongress und Fachausstellung entsprangen einer Initiative des VDZI, der damit seine Verantwortung im Sinne einer optimalen Weiterentwicklung der Zahntechnik unter Beweis stellte. Der Zahntechniker-Kongress war ein Beitrag zur Weiterentwicklung der Leistungsfähigkeit des Zahntechniker-Handwerks und Sicherstellung der zahnprothetischen Versorgung der Bevölkerung durch die zahntechnischen Labore vor Ort.

31. März 1952 - Zahnheilkundegesetz

Zahnheilkundegesetz 


Am 14. Februar 1952 verabschiedete der deutsche Bundestag das „Gesetz über die Ausübung der Zahnheilkunde“. Am 31. März 1952 wurde es schließlich verkündet. „Ausübung der Zahnheilkunde ist die berufsmäßige auf zahnärztlich wissenschaftliche Erkenntnis gegründete Feststellung und Behandlung von Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten. Als Krankheit ist jede von der Norm abweichende Erscheinung im Bereich der Zähne, des Mundes und der Kiefer anzusehen, einschließlich der Anomalien der Zahnstellung und des Fehlens von Zähnen“, so der Wortlaut im Gesetz, das zuletzt durch den Artikel 13 des Gesetzes vom 27. April 2002 (BGBl. I S. 1464) geändert wurde.

Das Gesetz regelte ab 1952 zum Beispiel folgende Punkte:

  • Zahntechniker waren nicht mehr zur eigenständigen Behandlung von Versicherten befugt.
  • Nach § 18 Zahnheilkundegesetz konnten „Zahnbehandler" im bisherigen Umfang die Zahnheilkunde weiter ausüben, die vor dem Inkrafttreten des ZHG zahnheilkundliche Tätigkeiten ausgeübt haben, ohne im Besitz einer Bestallung als Arzt oder Zahnarzt gewesen zu sein. Darunter fielen insbesondere die nicht staatlich anerkannten Dentisten.
  • Einem Zahntechniker, der vor dem Stichtag 31. März 1952 zahnheilkundlich tätig war, konnte die Zulassung nicht deswegen verweigert werden, weil er zu diesem Zeitpunkt nicht zahnheilkundlich, sondern eventuell nur für eine Zeit als angestellter Zahntechniker tätig war.

Handwerksordnung regelte ab 1953 die Ausübung eines Handwerks in Deutschland

Mit dem „Gesetz zur Ordnung des Handwerks“ vom 24. September 1953 wurde ein Jahr später eine einheitliche gesetzliche Grundlage für das Handwerk in Deutschland geschaffen. Der große Befähigungsnachweis (die Meisterprüfung) wurde als Regelzugang zur Ausübung eines Handwerks als stehendes Gewerbe in der Handwerksordnung verankert. In einem Gewerbeverzeichnis in Form der Anlage A zur Handwerksordnung wurden seinerzeit 125 Berufe (heute 41 zulassungspflichtige Handwerke, die in einer Anlage A eingestellt sind, und 53 zulassungsfreie Handwerke, die in einer Anlage B1 eingestellt sind) aufgezählt, die handwerklich betrieben werden können – darunter auch das Zahntechniker-Handwerk.

Durch das Zahnheilkundegesetz und das Gesetz zur Ordnung des Handwerks erkannte das Zahntechniker-Handwerk, dass politische Ziele nur mit einem geschlossenen Auftreten des gesamten Zahntechniker-Handwerks in der Zusammenführung aller Innungen in einen Bundesverband erfolgreich vorgetragen und durchgesetzt werden könnten.

Zahnheilkundegesetz

Gesetz zur Ordnung des Handwerks

 

1. Februar 1973 - die beb wird herausgegeben

So sah die beb 1973 aus. Exemplarisch sind hier der Titel, das Inhaltsverzeichnis, die Beschreibungs des Systems und die erste Seite der Hauptgruppe I abgebildet. Klicken Sie auf das Foto, um es zu vergrößern.


Die 1. Ausgabe der beb wurde am 1. Feburar 1973 vom Verband Deutscher Zahntechniker-Innungen (VDZI) herausgegeben. Diese für die Dentalbranche völlig neuartige und einmalige Nomenklatur zahntechnischer Leistungen und Arbeiten war, nicht nur im Inland, auf eine unerwartet hohe Resonanz gestoßen. Diese Akzeptanz und in der Folge die vielfältigen Anregungen machten auch sogleich eine erste Überarbeitung notwendig.

Im Jahr 1975 erschien die 2. Ausgabe und im Jahr 1978 die 3. Ausgabe der beb. Dem ständigen technischen Fortschritt im Zahntechniker-Handwerk trug 1988 die 4. Ausgabe der beb Rechnung. Die beb 1990 war von einer grundlegenden Überarbeitung der Systematik der Nomenklatur zahntechnischer Leistungen geprägt.

Mit der 5. Ausgabe erfolgte eine Abkehr von der Benennung des technisch-handwerklichen Prozesses hin zur Benennung des zahntechnischen Medizin-produktes und damit zu einer ersten Verknüpfung der zahntechnischen Nomenklatur mit den alternativen zahnärztlichen Behandlungs- und Versorgungstherapien.

Mit der 7. Ausgabe, der beb 1997, erfolgte erneut eine Anpassung und Erweiterung der Nomenklatur an den zwischenzeitlich eingetretenen technischen Fortschritt im Zahntechniker-Handwerk.

Die jetzt vorliegende 8. Ausgabe, die BEB Zahntechnik®, ist erneut grundlegend über arbeitet. Die bisher vierstellige Nummerierung musste einem sechsstelligen Nummernschlüssel weichen.

Drei Entwicklungen haben ihren Niederschlag in der BEB Zahntechnik® gefunden und sie maßgeblich geprägt:

  • Erstens hat die Zahntechnik in den vergangenen zehn Jahren eine tief greifende Weiterentwicklung und Erschließung innovativer und verbesserter Techniken erfahren. Man denke nur an die Entwicklung der Verarbeitbarkeit neuer ideal-bioverträglicher Materialien, an den nahezu fulminant zu nennenden Einzug der CAD/CAM-Verfahren oder an die Implementierung neuer zahntechnisch-handwerklicher Methoden.
  • Zweitens hat die im Jahre 2001 getroffene Entscheidung des Zahntechniker-Handwerks, für seine Arbeitszeitwirtschaft zukünftig die REFA-Methodik einzuführen, zu vielen neuen, fast revolutionären Erkenntnissen geführt. Die jetzt möglich gewordene ganzheitliche, systemische Betrachtung des zahntechnischen Handwerksbetriebes hat das Verständnis betrieblicher Leistungseinheiten als Prozessbausteine auf eine völlig neue Erkenntnisbasis gestellt. In einem nächsten Schritt erfolgt die Verknüpfung von BEB Zahntechnik® mit der REFA-methodischen Arbeitszeitwirtschaft für das Zahntechniker-Handwerk.
  • Schließlich trägt die Nomenklatur der BEB Zahntechnik® den neuen Behandlungsstrategien und Therapieformen in der zahnärztlichen Praxis Rechnung und unterstützt den Paradigmenwechsel in der Zahnmedizin, weg von der therapieorientierten, hin zu der neuzeitlichen befund- und indikationsbezogenen zahnmedizinischen Behandlung und Versorgung.

Die BEB Zahntechnik® definiert die bundesweit einheitliche Benennung zahntechnischer Leistungen und schafft so eindeutige termini technici für die Medizinprodukte des Zahntechniker-Handwerks. Sie stellt somit auch eine wichtige Arbeitsunterlage für die Beurteilung des Leistungsumfangs, für die Sicherstellung der Qualität und für die Berechnung zahntechnischer Leistungen dar. Ihre forensische Bedeutung wird weiter an Gewicht gewinnen.

17. Februar 1990 - der VDZI der DDR wird gegründet

Der Vorstand des VDZI in der DDR: v.l. Wolfgang Zierow, Vize-Präsident Günter Seidenwand, Präsident Burkhard Uding, Jörg Hempel und Dieter Schierz.

Die DDR-Bezirke im Jahr 1990 (aus TELESKOP 3/90)

Am 17. Februar 1990 erfolgte die Gründung des Verbandes Deutscher Zahntechniker-Innungen der DDR in Magdeburg. Dem neu gegründeten Verband gehörten die Berufsgruppen (Innungen) der Zahntechniker in allen DDR-Bezirken an. Die Obermeister der Innungsbezirke wählten aus ihrer Mitte einstimmig  Burkhard Uding aus Magdeburg zum Präsidenten. Stellvertreter wurde Günter Seidenwand aus Merseburg, Bezirk Halle. Zu weiteren Vorstandsmitgliedern gewählt wurden die Obermeister Dieter Schierz, Freiberg/Sachsen, Jörg Hempel, Suhl und Wolfgang Zierow, Nordhausen.

Das vorrangige Ziel des VDZI der DDR war zunächst, die noch überwiegend im staatlichen Gesundheitswesen befindlichen Zahntechniker wieder in das Handwerk einzugliedern. Zur Übernahme der Handwerksordnung der Bundesrepublik Deutschland in der DDR bedurfte es der Festlegung darüber, wie die Ausbildung gerade im Zahntechniker-Handwerk zu regeln sei.

Eberhard Schütz (links) und Burkhard Uding waren sich über den gemeinsamen Weg einig.

Über den Zusammenschluss der privaten Zahntechniker der DDR nach dem Vorbild bundesdeutscher Organisationsformen im Zahntechniker-Handwerk hatten sich VDZI-Präsident Eberhard Schütz und sein Kollege Burkhard Uding aus Magdeburg Anfang des Jahres 1990 in Braunlage im Harz verständigt.

Die Satzung des VDZI der DDR – Präambel


Die Innungen de zahntechnischen Laboratorien in der Deutschen Demokratischen Republik gründen am 17.02.1990 in Magdeburg den Verband Deutscher Zahntechniker-Innungen der DDR.

Der Verband Deutscher Zahntechniker-Innungen (Bundesinnungsverband) mit Sitz in 6000 Frankfurt am Main gestattet dem Verband der Zahntechniker-Innungen der DDR bis auf weiteres  die Benutzung der Verbandsabkürzung „VDZI“ und des Verbandszeichens. Die Abkürzung „VDZI“ und das Verbandszeichen dürfen nur im Zusammenhang und im Bezug auf den vollständigen Wortlaut des Verbandes Deutscher Zahntechniker-Innungen der DDR benutzt werden.

Die Innungen des Verbandes Deutscher Zahntechniker-Innungen der DDR werden automatisch Mitglieder des Verbandes Deutscher Zahntechniker-Innungen (Bundesinnungsverband), sobald die staatsrechtlichen und anderen rechtlichen Voraussetzungen hierfür geschaffen sind. Damit ist der Verband Deutscher Zahntechniker-Innungen der DDR aufgelöst.

Die Geschichte des VDZI - ein kleiner Rückblick

Am 25. August 1956 wurde der Verband Deutscher Zahntechniker-Innungen (VDZI) gegründet: Der neue Bundesinnungsverband vereinte den Bundesverband der rein gewerblichen zahntechnischen Laboratorien und den Hauptinnungsverband in einer Gemeinschaft.

Im Hamburger Abkommen von 1958 haben der VDZI und der Bundesverband der Zahnärzte e.V. (BDZ) komplementäre Zusammenarbeit vereinbart. So verzichteten die Zahntechniker auf die Eingliederung des Zahnersatzes am Patienten, und die Zahnärzte sicherten ihre Bereitschaft zu,
die Existenz eines leistungsfähigen handwerklichen Zahntechnikerstandes zu unterstützen und zu fördern. Diese Abkommen vom 15. November 1958 ebnete den Weg zur Selbstständigkeit des Zahntechniker-Handwerks, denn es stellte die Erfüllung der rein handwerklich gewerblichen Tätigkeit sicher. In Paragraph 2 der Vereinbarung erkannte der BDZ an, „dass die Ausbildung von Zahntechniker-Lehrlingen alleinige Aufgabe des Zahntechniker-Handwerks ist und dass die Dauer der Lehrzeit den beruflichen Erfordernissen einer ausreichenden Ausbildung zu entsprechen hat.“

Das auf dieser Grundlage vom VDZI erstellte und vom Bundeswirtschaftsministerium am 15. Juli 1959 genehmigte Berufsbild des Zahntechniker-Handwerks setzte dann einen Schlussstrich unter die Etablierung des selbstständigen Zahntechniker-Handwerks mit eigener bundesweit organisierter Standesorganisation. Die Zahntechniker positionierten sich damit als eigenständiges Handwerk, dem der VDZI auf bundespolitischer Ebene seither eine starke Stimme gab.

Wichtig für den Berufsstand war die Erarbeitung und Zuständigkeit für die eigenen zahntechnischen Leistungen, aber auch die Preisgestaltung und deren Abrechnung. Bereits 1966 erreichte der Verband, dass zahntechnische Leistungen in die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) eingebunden wurden. In den Folgejahren etablierte er umfassende Verzeichnisse für die
Herstellung und Abrechnung von Zahnersatz (aktuell BEL II und BEB Zahntechnik®).

Mit dem Krankenversicherungs-Kostendämpfungsgesetz vom 27. Juni 1977 wurde das Zahntechniker-
Handwerk erstmals in die Reichsversicherungsordnung (RVO) eingebunden: Damit regelten sich die Beziehungen zwischen Kassenzahnärzten und Zahntechnikern mit Ausnahme der Vergütung sowie Rechnungsregelung nach einheitlichen Grundsätzen nach dem bürgerlichen Vertragsrecht. Im Zuge dessen kam es am 8. September 1978 zum Abschluss des ersten Vertrages mit den RVO-Krankenkassen. Fortan vereinbarten die Zahntechniker das Leistungsverzeichnis und Festpreise, durch das Krankenversicherungs-Kostendämpfungsergänzungsgesetz ab 1981 Höchstpreise, 
mit Krankenkassen auf Landesebene. Durch das Inkrafttreten des Sozialgesetzbuches V (SGB V) am 1. Januar 1989 erhielt das Zahntechniker-Handwerk die Zuständigkeit für sein eigenes Leistungsverzeichnis, das Bundeseinheitliche Leistungsverzeichnis der abrechnungsfähigen zahntechnischen Leistungen nach § 88 Abs. 1 SGB V (BEL II). Vertragspartner der Kassenverbände wurde der VDZI nach dem Inkrafttreten am 1. Juli 1991.

Acht Gesundheitsreformen seit Anfang der 90er Jahre mit teilweise dramatischen Auswirkungen auf das Niveau der Zahnersatzversorgung in Deutschland haben auch die wirtschaftliche Existenz der zahntechnischen Meisterbetriebe sukzessive gefährdet. Neben den Umsatzeinbrüchen, die im Zuge der jeweiligen Reformen durch Kaufzurückhaltung der Patienten hervorgerufen wurden, sowie Preisabsenkungen der zahntechnischen Leistungen haben nicht nur die Arbeitslosenzahlen im Zahntechniker-Handwerk kontinuierlich in die Höhe getrieben, sondern auch die Zahl der zahntechnischen Meisterbetriebe bis heute vor existenzielle Schwierigkeiten gestellt haben.

Highlight - die Wiedervereinigung

Am 9. November 1989 öffnete die Mauer zwischen Ost- und Westdeutschland. Dadurch wurde auch die Kontaktaufnahme zwischen west- und ostdeutschen Zahntechnikern möglich. Schon frühzeitig hatte der VDZI nach den Ereignissen im Herbst des Jahres 1989 Kontakt zu den selbstständigen Zahntechnikern der DDR aufgenommen. Durch den intensiven Kontakt zwischen den Kollegen Burkhard Uding aus Magdeburg und VDZI-Präsident Eberhard Schütz wurde die Rückführung der Zahntechniker aus dem mittleren Medizindienst der DDR wieder ins Handwerk erarbeitet, mit Unterstützung des Zentralverbands des Deutschen Handwerks.

Vertreter des im Februar 1990 gegründeten Verbandes Deutscher Zahntechniker-Innungen der DDR nahmen Ende Mai als Gäste am VDZI-Verbandstag in Nürnberg teil. Ein Ereignis mit Symbolwirkung, dass die  Einheitlichkeit des Zahntechnikerhandwerks eindrucksvoll demonstrierte.

Durch die Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 wurde der DDR-Verband aufgelöst und die Zahntechniker-Innungen in der ehemaligen DDR wurden automatisch Mitglieder im VDZI der Bundesrepublik.

2006 feierte der VDZI sein 50-jähriges Bestehen in Hamburg.